Dominique Horwitz: Brel! Das Rett-Konzert

Benefizveranstaltung für die Rett-Syndrom Elternhilfe
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So sah es aus, als sich am 18. September 2011 der opulente Zuschauersaal des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, Deutschlands größtem Sprechtheater, füllte und die knapp 800 Zuschauer ihren Sitzplatz einnahmen. Sie kamen, um sich den Jaques-Brel-Abend von Dominique Horwitz und seiner Band anzuhören und um etwas über das Rett-Syndrom zu erfahren, denn das Konzert war unserem Landesverband gewidmet. Und Dominique Horwitz ist unser Schirmherr! |
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Als das Saallicht erlosch, wurden die 18 Portraits der Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom aus unserem Kalenderprojekt „MECP2“ großflächig auf die Bühne projiziert. Ein gelungener Auftakt für dieses Benefizkonzert.
Florian Vogel, Künstlerischer Leiter des Deutschen Schauspielhauses, folgte mit einer eindrücklichen Rede, in der er die Rolle von Theater betonte. Denn seit jeher sei das der ureigene Gedanke des Theaters: Denjenigen eine Bühne zu geben, die im öffentlichen Meinungskanon untergehen.
„Drei Dinge werden an diesem Abend zusammengeführt, die sich nicht nur wunderbar ergänzen, sondern eine Kraft entfalten, die über diesen Abend hinauswirken wird“, so Florian Vogel. „Ein außergewöhnlicher Schauspieler und Musiker, ein fantastisches musikalisches Programm im schönsten Theater der Welt und ein hochengagierter Verein, der viel bewirkt, sehr viel vor hat und dennoch der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Für das Schauspielhaus ist es ein großes Glück, dieses ganz besondere Konzert zeigen zu dürfen.“
Florian Vogel sprach über das Rett-Syndrom, erzählte von der Arbeit des Landesverbandes und appellierte an das Publikum, die Rett-Syndrom Elternhilfe zu unterstützen. Somit war der Bogen gespannt von unseren Kindern hin zu unserem Schirmherrn, der im Anschluss mit dem Konzert begann: Vorhang auf für Dominique Horwitz.

„Ein großer Abend“ betitelte das Hamburger Abendblatt dieses Konzert und genau das war es: Zwei Stunden Freude pur, Dominique Horwitz zuzuschauen, wie er die Lieder des belgisch-französischen Liedermachers Brel sang, spielte, fühlte. Das Publikum dankte es ihm mit nicht enden wollendem Applaus. Und dann sprang Horwitz erneut auf die Bühne, ein T-Shirt mit Aufschrift SCHIRMHERR, das er gerade von der Rett-Syndrom Elternhilfe überreicht bekommen hatte, übergestreift und hielt eine flammende Rede für unseren Verband:
Dass wir das Thema völlig aussparen und verschweigen, ist katastrophal. Dabei kann es jeden von uns in der nächsten Minute treffen. Gott möge uns bewahren! Aber wir selbst, unsere Kinder, Eltern, Freunde, wir alle können plötzlich im Rollstuhl sitzen und trotz all unserer guten Absichten keine Möglichkeit mehr haben, uns Gehör zu verschaffen", sagte der 54-Jährige. Deshalb engagiere er sich auch "aus purem Eigennutz" seit einem Jahr als Schirmherr bei der Rett-Syndrom Elternhilfe. „Denn im Grunde sind wir alle Behinderte“
Aber vor allem seien es die Kraft und die Zuversicht der vielen jungen Familien mit ihrem Kind, die ihm imponieren. Und genau dieses Engagement gelte es zu unterstützen mit Spenden oder mit Fördermitgliedschaften.
Das Benefizkonzert war ein großer Erfolg. Ein volles Schauspielhaus, ein begeistertes Publikum: Das war UNSER Abend!
Und dies nicht nur aufgrund der gut 10.000 € Reinerlös, sondern auch durch das warmherzige Interesse und das Gefühl der Gemeinschaftlichkeit, das uns allen viel Mut und Kraft für unsere Arbeit und zukünftige Projekte gegeben hat.
Lieber Dominique: Wir sind froh, Dich in unserer Runde zu haben! Vielen Dank für diesen tollen Abend! Deine Barbara Bloch und Thorsten Quast für die Rett-Syndrom Elternhilfe

Beim Signieren Thorsten Quast, Barbara Bloch, Dominique Horwitz, Annette Heilmann, Florian Vogel




