Familienwochenende 2011
Auch dieses Jahr fand unser Familienwochenende in Brodten bei Travemünde statt, an dem sehr viele Familien teilnahmen. Es sorgte bei uns nachhaltig für Entspannung.
Um mehr Zeit für gemeinsame Gespräche und Aktivitäten zu haben, hatten wir unser Rahmenprogramm „abgespeckt“ und so gab es nur am Samstag, den 18. Juni, zwei Fachbeiträge.
Am Vormittag hielt Dr. Herzberg aus Berlin einen Vortrag über „Formen der Epilepsie und Rett-Syndrom“.
Da das Thema Epilepsie für alle Rett-Familien interessant ist, denn viele unserer Mädchen haben ja mit diesem Problem zu kämpfen und auch die, die keine Anfälle haben, müssen früher oder später damit rechnen, waren wir alle sehr engagiert bei der Sache. Dr. Herzberg gab sehr genaue Antworten auf alle unsere Fragen.




- "Wie sieht ein erster Anfall aus?"
- "Brauchen wir Notfallmedikamente?"
- "Wie sollen wir uns bei einem Anfall verhalten?"
- "Werden die Anfälle dann immer bleiben?"
- "Was für Nebenwirkungen haben die Medikamente?"
Wer von uns noch keine Erfahrungen mit dem Thema Epilepsie hatte, bekam eine umfassende Einführung in das Problemfeld, so dass wir nun gelassener eventuellen Anfällen begegnen können. Aber auch Epilepsie-Erfahrene profitierten außerordentlich von den sachkundigen Ausführungen Dr. Hertzbergs.
Für den Nachmittag hatten wir den Coach Thomas Linde gebeten, uns „Hilfestellungen in Alltagssituationen“ zu geben. Er tat dies in sehr interaktiver Form und stellte dabei unser Leben im Verein in den Mittelpunkt. Wir sollten uns einen Gesprächspartner suchen, den wir noch nicht so gut kannten und mit ihm drei Wünsche an die Elternhilfe formulieren. Dies fiel uns gar nicht so leicht! Zum einen wollten wir unseren Partner oder unsere Partnerin kennenlernen – „da sieht man sich immer wieder und kennt noch nicht einmal den Namen des anderen! Wie peinlich!“ – und wie soll man Wünsche formulieren, wenn man mit dem Verein rundum zufrieden ist?



So war denn auch das Fazit: Unser Verein möge immer so toll bleiben wie er ist. Ein großes Dankeschön an den Vorstand, der phantastische Arbeit leistet. Wir sind eine wunderbare Gruppe! Dies konnte unser Coach nur bestätigen. So versuchte Herr Linde uns in der restlichen Zeit in immer neuen Konstellationen weitere Gesprächsanlässe zu bieten und so jeden mit jedem zusammenzubringen. In Zukunft wollen wir nun an den Anfang eines jeden Familienwochenendes eine Vorstellungsrunde stellen, bei der jeder auch kurz etwas zu dem sagen kann, was ihn gerade bewegt.
Almuth v. Lukas





